„Ich kenne das Gefühl, wenn der Boden unter den Füßen wegbricht – und ich kenne den Weg zurück."
Ich bin seit 2014 Yogalehrerin und unterrichte nun nach einer längeren Pause anders aber auch heute wieder leidenschaftlich Yoga. Durch zwei Krebserkrankungen und einen Teilquerschnitt habe ich erfahren, wie sehr sich mein Leben verändern kann – und wie wichtig es für mich war, meinen eigenen Weg darin zu finden.
Meine erste Krebsdiagnose 2005 wurde für mich zu einem Wendepunkt. Ich begann, bewusster zu leben, mich intensiver mit mir selbst auseinanderzusetzen. Ich erlebte wie stark Körper und Seele verbunden sind – und entdeckte dann auch eine tiefe Verbindung zum Yoga. Was zunächst mein persönlicher Anker war, wurde nach und nach zu meiner Herzensaufgabe.
Selbstwirksamkeit
Viele Jahre später folgte eine zweite Diagnose, diesmal in einem fortgeschrittenen Zustand. In dieser Zeit erlebte ich, wie mein Körper – auch durch einen Teilquerschnitt – kaum noch zu funktionieren schien. Gerade in diesen Momenten half mir Yoga immer wieder, zur Ruhe zu kommen, auch dann als körperlich kaum etwas möglich war. Es stand nicht gut um mich und ich wurde selbst aktiv. Ich arbeitete an meiner mentalen Verfassung, informierte mich über andere Therapiemöglichkeiten und probierte selbst viel aus. Es gab mir das Gefühl, nicht ausgeliefert zu sein. Ich nahm meine Gesundheit selbst in die Hand. Meditationen, das Arbeiten mit inneren Bildern, mit Zielen und mit eigenen Mustern wurden zu wichtigen Begleitern auf meinem Weg.
Aus Erfahrung begleiten
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der Körper nicht mehr mitmacht. Wenn die eigene Kraft fehlt. Wenn auch die Seele müde wird. Die Angst. Und wie man wieder aufsteht. Yoga war für mich kein Fitnessprogramm. Es war mein Heimweg.
Ich liebe es, Menschen dabei zu unterstützen, wieder bei sich anzukommen. Ihre eigene Kraft zu spüren. Den eigenen inneren Kompass wieder wahrzunehmen – auch oder gerade in schwierigen Zeiten.